Bibelskizzen Oktober 2021

Im Oktober spuckt der Fisch Jona an Land, Maleachi stellt die Frage in den Raum, was "wir" eigentlich davon haben, brav den göttlichen Weisungen zu folgen, Jesus stellt den Fuß in den engen Türspalt und schickt uns mal wieder auf den Acker, damit wir sehen, was alles möglich ist. Und einmal mehr lässt sich jemand von ihm buchstäblich anrühren und aufrichten.

Am Ende steht wieder der Anfang: Licht im Dunkel und das, was für mich ganz persönlich die einzig vorstellbare "Göttlichkeit" ist: Eine Kraft, die ich nicht verstehen kann, die unverfügbar und unbeschreibbar ist. Eine Kraft, die sich mir mit voller Wucht bemerkbar macht, wenn ich in den Sternenhimmel schaue und eine Ahnung davon bekomme, was "All-Ein" meinen kann. Die mir Demut in die Knochen jagt, und mich Winzling dennoch gleichzeitig mit grenzenloser Verbundenheit überflutet. Diese verdünnisiert sich leider regelmässig immer wieder in den alltäglichen Zankereien, sodass die Sache mit der Nächstenliebe in Jesu Hauptgebot zum herausfordernden Marathon wird, bei dem ich mich oft lieber unter den nächsten Baum werfen würde, statt immer und immer wieder neu los zu laufen.

Aber nützt ja nix.